Ist im Notfall nicht genug Geld da, können Sie sich an ein Geldinstitut wenden und einen Kredit beantragen. Diesen Kredit können Sie dann in monatlichen Raten während einer vereinbarten Laufzeit zurückbezahlen. Doch bevor Sie leichtfertig einen Kreditvertrag unterschreiben, sollten Sie genau prüfen, welche Raten-Höhe Sie stemmen können und verschiedene Kredit-Angebote vergleichen – denn oftmals herrschen von Bank zu Bank große Unterschiede. Hier erhalten Sie Tipps zur Ermittlung der Kredithöhe und Kredit-Konditionen.

Allgemeine Voraussetzungen für einen Kredit

Im ersten Schritt sollten Sie alle regelmäßigen monatlichen Ausgaben im Monat zusammenzählen und genau prüfen, was nach deren Abzug übrig bleibt. Weiterhin werden von den Banken folgende allgemeine Kriterien vorausgesetzt.

  • Volljährigkeit
  • regelmäßiges Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit
  • Monatliche Darlehensraten werden vom „freien Einkommen“ getragen
  • Die Höhe des Kredites

Folgende Kriterien sind ausschlaggebend für die Höhe des gewährten Kreditbetrages und auch für die Höhe der Zinsen:

  • Das monatliche Einkommen: Je höher das monatliche Einkommen, umso höher der gewährte Kreditbetrag.
  • Arbeitsvertrag und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses: Wesentliches Kriterium für die Kreditvergabe ist für viele Banken auch der Arbeitsvertrag und die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses.
  • Bonität: Je mehr Bonität umso eher wird die Bank einen hohen Kreditbetrag gewähren. Vermögen muss jedoch nicht zwingend vorhanden sein, um einen Kredit zu erhalten.
  • Schufa-Eintrag: Bei einem negativen Schufa-Eintra vergeben deutsche Banken keinen Kredit. Falls Sie nicht wissen, wie Ihre Bonität von der Schufa bewertet wird, treten Sie mit dem Unternehmen in Kontakt und verlangen Sie Auskunft.

Den passenden Kredit finden

Ein guter Weg auch wirklich den für Sie passenden Kredit zu ermitteln ist es, ein sowohl ein Angebot von Ihrer Hausbank als auch von zwei Direktbanken anzufordern. Dieses Kreditangebot sollte individuell auf Sie zugeschnitten werden – also monatliches Einkommen und Bonität bereits berücksichtigen. Somit können Sie sich für das günstigste Finanzierungs-Angebot entscheiden – wichtig ist hier der Blick auf den effektiven Jahreszins. Bei hohen Krediten, z.B. Bauspardarlehen, wählen Sie lieber niedrigere Monatsraten, eine längere Laufzeit und dafür kostenlose Sonderzahlungen.

Darlehen für das eigene Haus

Mit einem Bauspardarlehen können Sie Ihre eigenen vier Wände finanzieren. In welcher Höhe Ihnen die Bank ein Darlehen gewährt, hängt zum größten Teil von dem ersparten Eigenkapital und von Ihrem monatlichen Einkommen ab. Durch die monatliche Kreditrate können Sie kalkulieren, welchen Kreditbetrag Ihnen die Bank gewährt. In der Regel ist für ein Bauspardarlehen eine Laufzeit zwischen 10 und 20 Jahren üblich. Bevor Sie ein Darlehen für den Hausbau aufnehmen, sollten Sie sich intensiv informieren.

Beispiel-Rechnung

Angenommen Sie haben eine Summe von 850 Euro, die Sie jeden Monat ausgeben können, ohne sich zu überschlagen. Bei einem Prozent anfänglicher Tilgung, einem anschließenden Zinssatz von 4,55 Prozent und zehn Jahren Laufzeit erhalten Sie 184.000 Euro Baugeld. Die Bank möchte allerdings Sicherheiten: Mindestens 20 Prozent sollten bereits als Eigenkapital vorhanden sein.

Folgende Faktoren spielen eine Rolle

  • Sicherheiten: Mindestens 20 Prozent des Kreditwertes sollten als Eigenkapital vorhanden sein, dieses Geld kann auch in Form von Lebensversicherungen oder Bausparverträgen gebunden sein. Je höher das Eigenkapital, umso niedriger die Zinsen und umso sicherer und günstiger die Finanzierung insgesamt.
  • Bonität bzw. Schufa-Auskunft: In Deutschland spielt die Schufa-Auskunft eine große Rolle. Je besser die Bonität, umso niedriger die Zinsen, die der Kunde bezahlen muss und umso höher ist der gewährte Kreditbetrag.
  • Monatliches Familieneinkommen: Der Kreditbetrag, den die Bank gewährt, ist abhängig vom Einkommen. Die Bank verlangt ggf. eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, um zu sehen, ob die Kreditraten abbezahlt werden können. Die Kreditrate darf ein Drittel des Haushaltseinkommens nicht übersteigen. Besonders risikoreich wird das Unterfangen, wenn das Haushaltseinkommen nur von einem Partner verdient wird. Erfolgt eine Kündigung oder der Hauptverdiener wird krank, werden die monatlichen Raten zum Problem.

Risikolebensversicherungen oder Restschuldversicherungen

Werden die monatlichen Raten zum Problem, ist es wichtig, eine gute Versicherung abgeschlossen zu haben. Aus diesem Grund gibt es Risikolebensversicherungen oder Restschuldversicherungen – sie sichern die Rückzahlung der monatlichen Raten ab. Allerdings sind diese Versicherungen, die oft von den Banken direkt an die Kunden verkauft werden, auch teuer.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrer Bank errechnen, wie viel die Restschuldversicherung genau kostet – treten Sie aber auch mit einer anderen Versicherung in Kontakt.

Wünsche erfüllen mit einem Verbraucherkredit

Ob ein neues Auto oder der Traumurlaub – der Konsumkredit oder auch Verbraucherkredit ist hierfür die richtige Wahl. Das Darlehen deckt in der Regel Beträge zwischen 500 und 50.000 Euro ab. Die Laufzeit dieser Ratenkredite bewegt sich zwischen 12 und 84 Monaten. Wie hoch der genehmigte Kreditbetrag ausfällt, hängt vor allem vom monatlichen Einkommen des Kreditnehmers ab. Wer monatlich etwa 500 Euro übrig hat, sollte keine Probleme haben, einen Konsumkredit von ca. 5.000 Euro zu erhalten, sofern kein negativer Schufa-Eintrag vorliegt.

Kriterien für einen Verbraucherkredit

Monatliches Einkommen: Ob ein Kreditinstitut einen Ratenkredit gewährt, hängt vor allem vom monatlichen Einkommen ab. Wer keine weiteren Kredite bedienen muss, erhält in der Regel eine Finanzierung.

  • Sicherheiten: Die Bank verlangt für den Abschluss von Verbraucherkrediten grundsätzlich keine Sicherheiten.
  • Bonität bzw. Schufa-Auskunft: Deutsche Banken Informationen darüber einholt, ob negative Schufa-Einträge vorhanden sind. In diesem Fall werden Kredite und die Finanzierung von Konsumgütern oft verweigert. Wer jedoch nachweisen kann, dass sich die finanzielle Situation und Bonität inzwischen geändert hat, kann auch bei negativer Schufa-Auskunft einen Ratenkredit erhalten. Jeder Bürger kann selbst Kontakt mit der Schufa-Auskunft aufnehmen und einen Bonitätsauszug verlangen.

Tipp: Lieber einen Konsumkredit mit kürzerer Laufzeit und höheren monatlichen Raten wählen, das ist in Summe günstiger, als längere Laufzeiten!

Mit dem Studienkredit das Studium finanzieren

Wer neben dem Studium keine Zeit und Kraft hat zusätzlich noch zu jobben, jedoch auch keine Unterstützung von Staat oder Eltern erhält, für denjenigen ist ein Studienkredit eine gute Alternative. Bei diesem Darlehen erhält der Student monatlich einen festgelegten Betrag auf sein Konto, mit welchem er sein Studium finanzieren kann. Die Studienkredite erlauben in der Regel eine Kreditaufnahme zu günstigen Konditionen. Auch bieten die meisten Banken viele Freiräume.

Die Höhe des Studienkredits

  • Der Darlehensmindestbetrag liegt meist bei 5.000 Euro.
  • Die meisten Banken gewähren einen Darlehenshöchstbetrag von 30.000 Euro in sechs Jahren mit relativ günstigen Zinsen.
  • Die Raten, die von 250 bis 800 Euro monatlich reichen, können individuell angepasst werden.

Studienkredit zurückzahlen

Ist das Studium erfolgreich abgeschlossen, so hat der Kreditnehmer ca. ein bis zwei Jahre Zeit in der Berufswelt anzukommen, bis er den Betrag zurückzahlen muss. Häufig hat der Kreditnehmer Zeit den Ratenkredit innerhalb einer Laufzeit von zehn Jahren zurück zu bezahlen. Wenn du dich für einen Studienkredit interessierst, solltest du am besten Kontakt zur jeweiligen Hochschüler-Vertretung aufnehmen, um Informationen über einen guten Studienkredit-Anbieter mit günstigen Zinsen einzuholen.

Voraussetzungen für Studienkredite

  • Student im Erstsemester
  • meist Altersbeschränkung von 30 Jahren
  • staatlich anerkannte Ausbildung in Deutschland
  • Grundsätzlich werden für den Studienkredit keine Sicherheiten verlangt. Bei Neukunden oder wenn die Bonität des Kunden als nicht sehr hoch eingestuft wird, kann die Bank eine Elternbürgschaft verlangen.

Der Studentenkredit ist meist auf eine Laufzeit von sechs Jahren beschränkt.